[Original works from the Stanley Kubrick Estate.
Stanley Kubrick and Geoffrey Unsworth developed a system for calculating from the grey tones of b/w Polaroids the right lighting for filming
2001: A SPACE ODYSSEY.]
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Kultur Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.02.2003, Nr. 28, S. 51


Erstmals Einblick in Kubricks Nachlaß
Filmmuseum plant Ausstellung
 
Das Deutsche Filmmuseum Frankfurt will im nächsten Jahr ein Großereignis präsentieren: Dem Leben und Werk des legendären amerikanischen Regisseurs Stanley Kubrick soll sich von März 2004 an eine Ausstellung widmen. Die Erben Kubricks, die sein Schwager und langjähriger Mitarbeiter Jan Harlan vertritt, ermöglichen dem Filmmuseum, den Nachlaß von Kubrick erstmals zu sichten und zu erfassen. Aus dem Nachlaß soll die Ausstellung hauptsächlich gespeist werden. Dazu erhoffen sich die Organisatoren weiteres Bild- und Filmmaterial.

Für acht Monate soll ein Filmwissenschaftler des Museums nun an Kubricks englischen Wohnsitz reisen, um den umfangreichen Nachlaß zu erforschen und eine Datenbank zu erstellen. Eine Anschubfinanzierung des großangelegten Projektes in Höhe von 50 000 Euro hat die Stadt Frankfurt zugesagt. Den Rest wolle das Museum, so Chefkurator Hans-Peter Reichmann, aus eigenen Mitteln und durch Sponsorengelder abdecken. Um ausreichend Raum zu haben, wollen das benachbarte Deutsche Architekturmuseum und das Filmmuseum die Ausstellung gemeinsam präsentieren.

Die Ausstellung "Ken Adam - Visionäre Filmwelten" des Deutschen Filmmuseums, die derzeit noch im Berliner Gropius-Bau zu sehen ist, habe letztlich den Ausschlag für eine Kooperation der Kubrick-Erben mit Frankfurt gegeben, sagt Nachlaßverwalter Harlan. Kubricks Witwe Christiane und Harlan selbst hatten die Ausstellung besucht, da Adam unter anderem den Set für Kubricks "Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben" (1964) entworfen hatte.

Stanley Kubrick hat beispielsweise die Filmklassiker "2001: Odyssee im Weltraum" (1968), "Uhrwerk Orange" (1971) oder "Dr. Seltsam" gedreht. Kurz nach Vollendung des Schnittes von "Eyes Wide Shut" mit Nicole Kidman und Tom Cruise starb er im Alter von 70 Jahren überraschend am 7. März 1999. "Es war eine unglaubliche Belastung, als Kubrick gestorben ist", erinnert sich Harlan, der dessen letzten Film zum Abschluß brachte. Als ausführender Produzent betreute Harlan schließlich auch "A. I.", ein Projekt, das Kubrick noch verwirklichen wollte. Der Film wurde dann von Steven Spielberg gedreht.

Es sei folgerichtig gewesen, daß er nach 30 Jahren der Zusammenarbeit nun auch den Nachlaß betreue, so Harlan, der auch zum Testamentsvollstrecker Kubricks bestimmt worden war. Einen Dokumentarfilm, "Stanley Kubrick - A Life in Pictures", hat Harlan über seinen Freund und Schwager 2001 veröffentlicht. "Ich bin daran interessiert, daß der Name Kubrick in der Öffentlichkeit bleibt", sagt Harlan. Deshalb befürworte er die Ausleihen aus dem Nachlaß des Regisseurs an das Deutsche Filmmuseum. Den Nachlaß selbst allerdings gedenkt er nicht abzugeben - noch. "Damit wollen wir jetzt erst einmal etwas machen", äußert Harlan. Neben der Erfassung der Objekte in einer Datenbank durch das Filmmuseum sowie der Ausstellung nebst umfangreichem Katalog denkt er an weitere Projekte. Dazu könnten auch Dauerleihgaben an das Museum zählen - interessante Stücke dürfte es in der Sammlung des Tüftlers und Perfektionisten Kubrick zur Genüge geben.

EVA-MARIA MAGEL
 
 
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